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Prä- und postoperative Wundbehandlung

Texte und Bilder (c) Ligamed

Fallbeispiel 1 -
Wunde in der Leiste mit Unterminierung 

Abb. 1 bis 4 zeigt, wie eine Wunde in der Leiste (Zustand nach Abszessausäumung) mit einer Tiefe von 3 cm und einer Wundunterminierung nach medial von 8 cm mit LIGASANO® weiß versorgt wird.

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Abb. 1

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Abb. 2

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Abb. 3

Bei dieser Wundversorgung haben wir uns für LIGASANO® weiß in einem Zentimeter Dicke zur Tamponade bzw. Wundausfüllung entschieden. Alternativ kann auch mit dem LIGASANO® weiß Wundband gearbeitet werden. Abgedeckt wurde die Wunde mit LIGASANO® weiß in zwei Zentimetern Dicke und durch eine elastische Binde fixiert.

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Abb. 4

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Abb. 5

Nach zwei Tagen wurde LIGASANO® weiß gewechselt, da die Aufnahmekapazität erschöpft war. LIGASANO® weiß lässt sich atraumatisch und ohne Schmerzen aus der Wunde entfernen (Abb. 5).

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Fallbeispiel 2 -
abdominelle, postoperative Wunde

Der therapeutische Effekt von LIGASANO® weiß zeigte sich besonders in der Versorgung von abdominellen, postoperativen Wundheilungsstörungen. LIGASANO® weiß wurde in der Sekretionsphase täglich gewechselt, bis der Wundgrund sauber war und granulierte. In der zweiten Wundheilungsphase wurde der Verband alle zwei Tage gewechselt. Es musste darauf geachtet werden, dass es zu keiner Adhäsion zwischen Verband und neu gebildetem Gewebe kam.

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Abb. 1

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Abb. 2

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Abb. 3

Von Abb. 1 bis Abb. 3 sind drei Wochen vergangen. Zusätzlich zur LIGASANO® weiß - Wundtherapie wurden die Wundränder in der Granulationsphase mit Steristrips adaptiert, um die Wunde weiter zu verkleinern und ein gutes kosmetisches Ergebnis zu erzielen.

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Fallbeispiel 3 -
Wundbehandlung mit LIGASANO® bei postoperativer Wunde 

Patientendaten und Anamnese:

45 Jahre, weiblich, drei kleine Kinder, Altenpflegerin und Landwirtin. Gewicht 104 kg bei einer Größe von 1,68 m. Ende Januar 2016 zwickte sie sich den Bauch am Reißverschluß ihrer Hose ein und infizierte sich an einem Vogelkeim. Innerhalb von drei Tagen war der Bauch bereits hochrot, die Patientin bekam Fieber und Schmerzen und fuhr daraufhin in ein nahegelegenes Krankenhaus. Diese überwiesen sie sofort in eine große Klinik im Nachbarort. Sie hatte akutes Nierenversagen, hohes Fieber und war inzwischen kaum mehr ansprechbar. Noch in der gleichen Nacht wurde das toxische Gewebe entfernt (insgesamt 7,5 kg!). Auf der Intensivstation wurde sie nur mit Schmerzmittel versorgt, war ansprechbar, nicht beatmet, und hatte Dialyse sowie Antibiose. Die Wunde wurde mit sterilen OP Tüchern offen gehalten.

Beginn der Wundbehandlung mit LIGASANO® weiß steril am 04.02.2016.

LIGASANO® weiß, steril, 100 x 80 x 1 cm wurde einmal täglich eingetragen. Nach drei Wochen konnte bereits eine Teilschließung erreicht werden. Der Rest wurde mit Unterdrucktherapie versorgt, insgesamt sieben Intervalle von je drei Tagen. Anfang April wurde die restliche Wunde mit Spalthautenthahme aus dem Oberschenkel geschlossen. Die Patientin wurde Mitte April entlassen. Tägliche Kontrolle durch den Hausarzt. Ihr Allgemeinzustand und ihr psychischer Zustand erholten sich erstaunlich gut. Auch die Spalthautentnahmestelle am Oberschenkel ist sehr gut abgeheilt.

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Abb. 1 03.02.2016

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Abb. 4: 15.02.2016

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Abb. 7: 13.04.2016

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Abb. 2: 06.02.2016

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Abb. 5: 18.02.2016

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Abb. 8: 23.05.2016

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Abb. 3: 12.02.2016

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Abb. 6: 01.03.2016

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Abb. 9: 25.10.2016

Die Patientin ist derzeit nicht mehr in ärztlicher Behandlung. Durch eine neuerliche Gewichtszunahme ist das kosmetische Ergebnis der Wundheilung nicht ganz so zufriedenstellend wie erwartet.

Autor: Raphaela Hacker, Pflegetherapeutin Wunde ICW, Krankenhaus Traunstein

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