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A-tam®

A-Tam® Analtampons bei Stuhlinkontinenz werden in verschiedenen Formen und Größen gefertigt. Sie sind aus Polyvinylalkohol (Schaumstoff), dieser ist toxikologisch und dermatologisch unbedenklich. Individuelle Größen sind nach Absprache möglich. A-Tam® Analtampons sind als Hilfsmittel anerkannt und zugelassen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt A-Tam® Analtampons verordnen.

Zylindertampon

Einsatz wenn noch eine Restfunktion des Schließmuskels vorhanden, jedoch durch zu schwache Ausbildung keine Abdicht- und Haltefunktion gewährleistet ist.

Konkavtampon
Verwendung bei konvexer Ausformung (normale Anatomie) des Schließmuskels. Die taillierte Form ermöglicht daher gute Abdicht- und Haltefunktion.

Kugeltampon

Anwendung bei keinerlei Restfunktion des Muskelgewebes. Die kugelförmige Kuppe dichtet ähnlich einem Kugelventil im Bereich in dem sich der Stuhl sammelt (Ampulla recti) ab.

Spiraltampon

Bietet durch gerillte Oberflächenstruktur optimalen Halt bei Vorliegen einer leichten bis mittelschweren Diarrhoe. Entstehender überhöhter Gasdruck wird durch an der Oberfläche befindliche Rillen abgeleitet.

Kegeltampon
Verschließt ähnlich wie ein Kugelventil den Enddarm, dichtet durch seine Verdickung im Mittelteil den Analkanal ab und passt sich durch die Verjüngung optimal der Anatomie an.

Konvextampon
Diese Form verhindert unkontrollierten Stuhlabgang, aktiviert bei evtl. vorhandener Restfunktion den Schließmuskel. Der konvex geformte Tampon wird auch bei stark zurückgebildetem Muskelgewebe verwendet.

Proktologietampon

Kommt in der nachoperativen Phase zum Einsatz (Hämorrhoiden, plastische Rekonstruktion des Analkanals etc.)

Produkteigenschaften
●  diskret

●  geruchsverhindernd

●  unsichtbar

●  druckfrei

●  einfach anzuwenden


Zu Beginn der Therapie empfehlen wir das sog. Startsortiment, welches wir aus der Erfahrung heraus altersgerecht vorsortiert haben für:


●  Erwachsene

●  Jugendliche

●  Kinder

●  Analatresie (extra kleine Größen)

Zubehör für A-Tam® Analtampons

 

Analsicherung

Selbsthaftend durch latexfreien Klebstoff. Zusätzliche Sicherung, um bei bewegungsaktiven Betroffenen (z.B. Rollstuhlsport) das Herausgleiten des Tampons zu vermeiden.

Applikatoren

Zum besseren Einführen des im feuchten Zustand instabilen Analtampons.


 

Wichtige Hinweise

Anal-Hygiene ist eine wesentliche Maßnahme zur Erhaltung der Gesundheit. Dazu gehören bei einer Rund-um-die-Uhr-Versorgung ein 3-maliger Tamponwechsel, sorgfältige Reinigung des Analbereiches von außen (handwarmes Wasser mit leichter Seifenlauge, Einmalhandschuhe), gutes Abtrocknen und evtl. Eincremen. Vermeiden Sie bei der Reinigung Verletzungen durch Fingernägel oder andere harte Gegenstände. Bei Problemen bitte den behandelnden Arzt konsultieren

Hinweise/Empfehlungen

• Die Vorgehensweise ist vergleichbar wie bei einem Suppositorium (Zäpfchen).

• Die Tampons sind für den einmaligen Gebrauch bestimmt.

• Die Einführhilfe (Applikator) ist mehrfach verwendbar.

• Vor dem Einführen Darm entleeren.

• Durch Toilettentraining Darm an gleichbleibende Entleerungszeit gewöhnen.

• Bei Erstverwendung mit kleinen Größen beginnen.

• Dorn des Applikators evtl. mit Vaseline bestreichen – leichtes Lösen.

• Kneifreflex (ca. 15 bis 20 Sekunden) abwarten.*

• Tampon nach maximal 6 bis 8 Stunden entfernen.

• Durch Ziehen am Rückholfaden wird der Tampon aus dem Analkanal entfernt.

• Sollte der Rückholfaden trotz laufender Kontrollen beim Entfernen des Tampons reißen und Sie dadurch den Tampon nicht herausziehen können, bitten wir Sie den Arzt aufzusuchen.

* Dieser Reflex tritt nach einer Eingewöhnungszeit von ca. 5 bis 6 Wochen nicht mehr auf.

Stuhlinkontinenz

Folgende Ursachen können eine Stuhlinkontinenz auslösen:

- altersbedingte Inkontinenz

- Schlaganfall

- Morbus Alzheimer

- Multiple Sklerose

- Gehirntumor

- Querschnittslähmung (Tetraplegie)

- Spina bifida aperta

- Multiple Sklerose

- Haemorrhoiden-OP
(weil hierbei sensible Schleimhaut des Darms entfernt wird)

- Diarrhoe

- Rektumprolaps
(Vorstülpen der sensiblen Darmschleimhaut nach außen)

- Dickdarmentzündung (Colitis)

- gut- und bösartige Tumoren, Tumor-OP

- Fistelspaltung

- Dammriss während der Geburt
(wenn auch der Schließmuskel mit verletzt wird)

- Infiltrierende Abszesse Beckenbodensenkung
(häufige Alterserscheinung durch Bindegewebsschwäche und Abbau der Beckenmuskulatur, Operationen an der Gebärmutter)

- Überdehnung durch Obstipation

- Angeborene Fehlbildung (Analatresie)

- Morbus Crohn

Auch Medikamente oder psychische Störungen können die Ursache einer Stuhlinkontinenz sein.

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